Sonntag, 16. September 2018

16.09.2018: FSV Zschopau/Krumhermersdorf II – SpG. Gebirge-Gelobtland/Satzung

  • 1.Kreisklasse Erzgebirge, Staffel Ost (10.Liga)
  • Stadion der Bauarbeiter (Krumhermersdorf)
  • 54 Zuschauer
  • 0:3 (0:0)

Eine kleine Perle des sächsischen Fußballs befindet sich in Krumhermersdorf, schließlich hat das Stadion der Bauarbeiter nicht nur den wohligen Klang des Sozialismus, sondern hat sich auch den Charme ostdeutscher Sportstätten bewahrt. 6.000 Zuschauer sollen hier zu Ostzeiten auf die jeweils vier Stufen der beiden Geraden gepasst haben, 5.000 waren es beim Spitzenspiel der DDR-Liga 1985 gegen Sachsenring Zwickau. Ja, Krumhermersdorf, das war mal ein Name im DDR-Fußball. Erstmals machte die Truppe 1976 von sich Reden, als sensationell der Aufstieg in die zweithöchste Liga der einzig wahren deutschen Republik gelang. Zwar blieb der Ausflug mit nur einem Jahr Dauer einer der kürzeren Art, doch die Krummis konnten das Kunststück 1980 wiederholen und sich diesmal sogar bis 1985 in der Liga halten. Die Realität sieht heute um einiges trister aus, nach dem Abstieg in der Vorsaison aus der Erzgebirgsliga ist die sportliche Heimat der ersten Mannschaft nur noch die neuntklassige Kreisliga. Die Reservetruppe spielt naturgemäß noch eine Liga weiter drunter und hat heute die Spielgemeinschaft aus dem Grenzgebiet zu Gast, die seit zwei Jahren aufgrund personellem Aderlass zusammen auf Torejagd geht. Und das gar nicht mal so unerfolgreich, bereits in der vergangenen Saison spielten Gelobtländer/Satzunger um den Aufstieg in die Kreisliga mit, scheiterten aber an den Regularien des Kreisverbandes, der Spielgemeinschaften die Zulassung zur zweithöchsten Liga des Kreises verwehrt. Nach mehreren Protesten und Bitten wurde aber auch diese Regelung mittlerweile gekippt, denn auch beim KFV Erzgebirge musste man anerkennen, dass die Bevölkerungsentwicklung im Gebirge auch in den nächsten Jahren keinen Grund zum Jubel bieten wird. Spielgemeinschaften sind in der dünn besiedelten Ecke daher die logische Konsequenz und werden im Jugendbereich auch schon mal aus drei oder vier verschiedenen Vereinen gebildet. Mittlerweile ist man beim Kreisverband ja schon froh, dass es überhaupt mal wieder für eine A-Jugend-Liga gereicht hat, auch wenn dort der BSV Gelenau schon vor dem Saisonstart die eigene Truppe wieder zurückzieht. Zurück zum Ballsport im Stadion der Bauarbeiter, in dem die 54 Zuschauer Zeuge eines souveränen und kaum gefährdeten 3:0-Auswärtssieges der SpG. „Satzing & Geberch“ werden. Mit dem Abpfiff heißt es erst einmal die Karre auf dem engen und zugestellten Parkplatz in die Freiheit zu manövrieren, dann ruft auch schon das nächste Highlight nach der Anwesenheit der Lokalsportpresse. 
































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