Samstag, 1. September 2018

01.09.2018: FC Slovan Liberec – FC Baník Ostrava

  • 1. česká fotbalová liga (1.Liga Tschechische Republik)
  • Stadion u Nisy (Liberec)
  • 4.695 Zuschauer
  • 0:0

Ein Parkplatz in direkter Nähe des u Nisy ist glücklicherweise schnell gefunden, sodass wir recht entspannt zum Kartenkauf übergehen können. Banik zieht natürlich schon ein wenig mehr, naturgemäß gilt das auch für den üblichen Kreis der in Deutschland beheimateten Fußballtouristen. Kein Wunder also, dass uns neben der immerweiter-Bande um Sznappsen und Christian auch Kappa, LM-Lukas und sogar DD-Lars über den Weg laufen. Klar, teilweise sieht man sich Monate nicht, dann gibt es aber eben die Spiele, wo wieder alle da sind. Natürlich ist der Auftritt der Chachari der Grund für die Anwesenheit, der auch heute nicht enttäuschen sollte. Wie immer zahlreich – exakt 563 Gäste vermeldete man später – rollte der Tross in den Nordosten Böhmens und wie immer wurde der eigene Verein lautstark unterstützt. Dass die Szene Baniks generell deutliche Einflüsse aus Polen vorweist ist kein Geheimnis, dementsprechend auch das Bild im Gästeblock. Simpel, laut und immer mit einer gewissen rauen Stimmlage. Das akustische Heimspiel ist also gesichert, zumal die eh schon quantitativ deutlich schlechter ausgestattete Heimszene schon länger mit internen Konflikten zu kämpfen hat. Und so gibt es auch heute zwei aktive Haufen: während sich auf altbewährtem Bereich hinter dem Tor sowohl Supras Core als auch Death Boys Slovan und Pralinky (ein mir bis zu diesem Tag völlig unbekannter ultra-orientierter Fanclub, der heute aber mittels kleiner und netter Choreo den 10. Geburtstag begeht) abmühen und immer wieder das bekannte „A LIBER, A LIBER, A LIBEREC!“ durchs Stadion brüllen, steht am Rande der Haupttribüne der vielleicht 30-köpfige Haufen der Chaotix. Politische Differenzen sind wohl die Ursache des auch schon nonverbal ausgetragenen Konfliktes, da Supras Core als einer der „linkesten“ Gruppen des Landes gezählt werden können, was im sonst eher konservativ denkenden Tschechien und somit auch in den eigenen Reihen auf wenig Gegenliebe stößt. Schwer zu erklären dabei jedoch die Rolle der DBS, die politisch eher auf einer Linie mit Chaotix stehen, jedoch weiter am traditionellen Fanblock festhalten. Dementsprechend wird es nur selten laut, dass trost- und torlose Remis bietet auch keine Grundlage für ausufernde Emotionen. Die Gäste legen sich hinter dem Block nochmal kurz mit den Bullen an, mehr als ein paar fliegende Mülltonnen können aber nicht notiert werden. Mit dem Abpfiff geht es flinken Fußes zurück zur Karre, einen letzten Termin haben wir heute schließlich noch. 






























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