18. Januar 2020

18.01.2020: Klinikum-Chemnitz-Cup 2020

  • U12-Hallenturnier
  • Richard-Hartmann-Halle (Chemnitz)
  • 1.000 Zuschauer
  • Fotos: Fokus Fischerwiese
  • 1. Chemnitzer FC (Blau), 2. Chemnitzer FC (Rot), 3. MKS Polonia-Stal Świdnica, 4. FC Carl Zeiss Jena, 5. VfB Annaberg 09, 6. VFC Plauen, 7. FSV Zwickau, 8. Hallescher FC, 9. SSV Markranstädt, 10. 1.FC Frankfurt/Oder, 11. DFB-Stützpunkt Langenau, 12. SpVgg 06 Ketsch
 Bericht folgt...



















15. Januar 2020

15.01.2020: VfB Fortuna Chemnitz - Chemnitzer FC U19

  • Testspiel (Testspiel Deutschland)
  • Stadion Beyerstraße (Chemnitz)
  • 63 Zuschauer
  • 3:4 (1:2)
Hey lieber CFC (bzw. offiziell hat ja der FCK Geburtstag...),

jetzt sitz ich hier und überlege, was ich zu dem Spiel schreiben soll. Ich muss ja ehrlich zugeben, dass ich stark gegrübelt hätte, ob ich nicht doch mit nach Auerbach hätte fahren sollen, wenn ich gewusst hätte, dass die ihren Testkick gegen den VFC aufm Rasen austragen. Surprise, alle dachten es wird der Kunstrasen, den hatte ich ja schon. Und klar, irgendwie muss es ja doch so sein, dass wir deinen Geburtstag irgendwie gemeinsam verbringen. Und so ging's zur Beyerstraße, das Flutlicht leuchtete schon hell. Die 2 € Eintritt gab man R.G. (nein, nicht Ronny Garbuschewski!) gerne, das Angebot "Du bist doch Presse?" muss empört abgelehnt werden. Der VfB und der CFC, das war nicht immer einfach. Als du 2006 in die Oberliga abgestiegen bist, drangen forsche Töne aus Glösa, so von wegen "Wachablösung" und so. Nicht so laut, aber schon irgendwie vernehmbar. Ja, und manch einer war der Fortuna auch immer noch ä bissl sauer, dass die bei der Fusion mit der alten Heckert den zweiten Lieblingsklub vieler aktiver Himmelblauer ("MFH-Crew" und so) quasi ausgelöscht haben. Aber heute sind die Rollen klar verteilt (das kleine Teufelchen auf der linken Schulter murmelt was von "noch zumindest..."), und die Fortuna ist auch einer der vielen mittelgroßen Vereine, die schlicht und ergreifend solide Fußball- und Jugendarbeit betreibt. Gut, den Umbau der altehrwürdigen Beyerstraße (auf der im alten Zustand Zwickau, Chemie und selbst Dynamo zu Gast waren) haben sie wohl für immer und ewig verkackt, aber da hilft meckern ja auch nicht mehr. Ist halt so. Hinterm Tor entlang auf die Gerade gewackelt, erblickte man am Stehtisch die erwarteten Nasen. Und so entwickelte sich eine coole und spaßige Laberrunde mit Leuten, die man schon seit Jahren kennt. Kennt ihr das? Einfach labern, lachen, diskutieren, Fußball, Eishockey, China Golden Dragons, natürlich warst auch du, lieber Club, oft genug das Thema. Nicht immer positiv (...), aber das ist erstmal egal. Die 90 Minuten haben einfach Spaß gemacht, und es passte auch ein wenig zu deinem 54. Geburtstag, dass die Jungs der A-Jugend gegen den VfB mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern konnten. Es sei ihnen wirklich von tiefstem Herzen gegönnt, auch wenns nur ein Testspiel war. Aber wie die Jungs sich trotz aller beschissenen Widrigkeiten durch die Hinrunde gekämpft und die Niederlagen eingesteckt haben, das verdient Respekt! Und so war es am Ende einfach die richtige Entscheidung, hier aufzukreuzen. Danke an die Anwesenden Jungs und Mädels für die entspannte und spaßige Zeit. Und wenn man es sich genauer überlegt, hat man so viele dufte Menschen im Kopf, mit denen man mal wieder labern, ein Bier trinken, einen durchziehen müsste (nicht nur aus dem himmelblauen Lager) - und auch wenn man das nicht schafft (die Zeit ist ein erbitterter Gegner), all die Leute kennt man ja nur, weil es dich gibt. All die coolen, geilen, spaßigen, aber auch traurigen, enttäuschenden, bitteren Momente hab ich nur erlebt, weil es dich gibt. So einfach isses. 

Und dafür wollt ich dir an der Stelle einfach mal Danke sagen. 

Es mag aktuell kompliziert zwischen uns sein. Aber sind wir ehrlich, im Innersten wollen wir beide, dass wir wieder zueinander finden. Ich selbst hoffe ja auch, dass es irgendwann so ist. Aber trotzdem: die Vergangenheit und Gegenwart bestimmst immer noch irgendwie du. Und ein schöneres Kompliment kann es ja eigentlich nicht geben, oder?Also, auf geht's. 

💓 Liebe Grüße!
















11. Januar 2020

11.01.2020: SFC Friedrichshain IV - SC International Berlin

  • Freizeit-Landesliga (Staffel 1) Berlin (Freizeitfußball Deutschland)
  • Kurt-Ritter-Sportplatz (Berlin)
  • 17 Zuschauer
  • 1:2 (1:1)
Nach zweimaligem Testspiel-Gebolze schließen wir den Tag noch einmal mit Freizeitfußball ab. Auf dem nach dem 1944 in Brandenburg enthaupteten Widerstandskämpfer benannten Sportplatz des SFC lädt die offiziell als "SFC Friedrichshain FZ IV" auflaufende Truppe zum Gastspiel des SC International, der aber ausschließlich aus Vietnamesen zu bestehen scheint. Erneut rettet die Lage das Gesamtbild, auch hier sind die Häuserschluchten Friedrichshains ein netter Anblick rund um den ansonsten äußerst unspektakulären Platz. Die Gastgeber laufen kurioserweise mit Einhorn-Wappen auf der Brust auf und wirken generell irgendwie komisch. Wirkt manchmal alles zwanghaft fair, so versuchen die SFC-Kicker, die größtenteils auf englisch kommunizieren, auch bei Ecken der Gäste immer schnell den Ball zu holen. Auch die Entscheidungen des Schiedsrichters sollen meist unkommentiert und schnell akzeptiert werden, was sich allerdings mit dessen ausgeprägter Diskussionsfreude beißt. Das bringt die Gastgeber scheinbar komplett aus dem Konzept, sodass International hier noch zum Auswärtssieg kommt. Wir schlagen uns indes nochmal mit Discounter-Bulette und Krakauer aus dem Vereinsheim die Wampe voll, bevor der Abpfiff auch das Ende unseres kleinen Ausfluges bedeutet.


















11.01.2020: Anadoluspor Berlin 1970 II - NSC Cimbria Trabzonspor 1900

  • Testspiel
  • Sportplatz Lohmühleninsel (Berlin)
  • 11 Zuschauer
  • 5:2 (2:1)
Diesmal ist Treptow das Ziel, wo am Schlesischen Busch die kleine Lohmühleninsel am Landwehrkanal liegt - in gerade mal einem Kilometer Luftlinie Entfernung liegt übrigens der bereits heute Vormittag beehrte Laskersportplatz. 6,5 Hektar groß ist die Insel und während sich die Bewohner auf dem Nordteil mit den aus den Boden sprießenden Clubs um die Lautstärke zoffen, findet man auf dem etwas größeren Südteil einen Sport- und Freizeitpark, auf dem auch der Sportplatz des 1970 gegründeten Migrantenvereins (nach eigenen Angaben 45 Nationalitäten) liegt. Die erste Mannschaft spielt in der Bezirksliga und fiel dort zuletzt im April 2019 auf - allerdings negativ, da drei Spieler nach einer Partie bei Internationale Berlin ihren Frust auf nonverbale Weise rausließen. Statt der Truppe werden wir jedoch Zeuge des Testspiels der Kreisliga-B-Reserve, die gegen den eine Klasse höher kickenden Club aus Neukölln überraschend deutlich die Oberhand behält. Die Gäste sind das Ergebnis einer Fusion aus dem schon 1900 gegründeten NSC Cimbria und dem 90 Jahre jüngeren FC Trabzonspor Berlin, wobei Wappen und Name schon die Herkunft und Sympathie der Vereinsgründer verraten, schließlich hat das Logo des Vereins frappierende Ähnlichkeit mit dem des sechsmaligen türkischen Meisters, der neben Bursaspor übrigens der bislang einzige Champion ist, der nicht aus Istanbul kam. Der Kunstrasen kann natürlich nicht wirklich was, der Platz ist halt begrenzt. Aber auch hier rettet die innerstädtische Lage das Gesamtbild, der Blick auf die auf der anderen Seite des Kanals liegenden Altbauten gefällt, was auch für den späteren Sonnenuntergang gilt. Ab und zu wabert vom türkischen Duo an der Eckfahne auch mal eine Rauchwolke mit spezieller Kräutermischung durch die Luft und das Gebolze ist alles in allem auch recht unterhaltsam - wir sind mal wieder mit wenig zufrieden. Mit dem Abpfiff verabschiedet sich Harti wieder, wir quälen uns durch den Verkehr zum letzten Spiel des Tages.