Mittwoch, 31. Juli 2019

27.07.2019: FK Dobroměřice - FK Jílové

  • Testspiel (Tschechische Republik) 
  • Hřiště SK Viktorie Ledvice (Ledvice) 
  • 42 Zuschauer 
  • 4:4 (1:1)

Nach entspannter Fahrt erreichte man ungewohnt früh den Platz im nahe Teplice gelegenen Ledvice. Punkt 13:15 Uhr hauchte die zarte Stimme des elektronischen Routenführers das ersehnte "Sie haben ihr Ziel erreicht" entgegen, also rund 45 Minuten vor dem gedachten Anstoß von 14 Uhr. Also gemütlich auf die Terrasse der Vereinskneipe gesetzt (die mit ihrem langen zum Spielfeld zeigenden Balkon die einzige Art Ausbau darstellt) und die recht große Klobasa auf dem Grill bewundert, die dazu noch mit einem unverschämt günstigen Preis von 40 Kronen aufwarten konnte. Die Testesser vergaben dann auch Bestnoten im Geschmackstest, wer also mal hier ist, darf gerne zugreifen. Gibt's hier auch in der weißen Variante - aber wenn ich eine deutsche Bratwurst essen will, kann ich auch in Deutschland zum Fußball gehen. Kaum den ersten Bissen angesetzt herrschte jedoch Verwirrung, da ein Pfiff die entspannte Ruhe zerstörte - der Blick auf die Uhr verriet 13:30 Uhr, was bedeutet, dass der Spielplan kurzerhand etwas geändert wurde. 

Testspiel? Spielplan? Richtig, offiziell handelt es sich bei der obigen Partie um das Spiel um Platz 3 beim vom hier heimischen SK Viktorie Ledvice ausgetragenen "27. ročník Memoriálu Milana Ryšky a Miroslava Vrány", einem Gedenkturnier also. Neben den Gastgebern (die in der sechsten Liga kicken) nahmen auch noch der klassengleiche FK Dobroměřice sowie die beiden Fünftligisten aus Jílové und Krupka teil, wir hatten unwissend nun eben das Duell der beiden Verlierer erwischt. Während die Gastgeber gegen Jílové überraschend mit 4:0 siegten, behielt Krupka als klassenhöherer Verein gegen Dobroměřice mit 5:1 die Oberhand. Na da. Also noch schnell die Wurst aufgefuttert und eine kleine Runde gedreht, bei der sich zumindest noch interessante Perspektiven offenbarten. Der erwähnte Balkon ist neben einem Rasenhang der einzige Ausbau des Platzes, die im Hintergrund wabernden Rauchwolken des unweit liegenden Braunkohle-Kraftwerks Elektrárna Ledvice (das größter Arbeitgeber der Stadt ist) sowie die im Vergleich dazu winzige kleine Kapelle im Vordergrund ergeben dann aber zumindest einen kuriosen Anblick. Kaum wieder am gemütlichen Platz unter dem Sonnenschirm angekommen, pfiff der Unparteiische auch schon zur Halbzeit und es offenbarte sich der nächste Vorteil der frühen Ankunft - es war 14:05 Uhr, die Spiele dauern hier also nur 2x35 Minuten. Na da. Immerhin gab es als kleinen Bonus noch ein Elfmeterschießen, dass der Fünftligist dann auch gewann, nachdem man sich schon im Spiel nach einem zwischenzeitlichen 1:3 und 2:4 zurück gekämpft hat. Der Vorteil der doppelten Zeitersparnis: wir haben absolut keinen Stress und können somit auf der Heimreise ein paar lange nicht mehr betretene Pfade erkunden. We love Kalek!
























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