Samstag, 14. Dezember 2019

14.12.2019: VfL Wolfsburg - Meidericher SV 02 Duisburg

  • Frauen-Bundesliga (1.Liga Deutschland)
  • Alexandra-Popp-ihr-Mann-sein-Stadion (Wolfsburg)
  • 1.588 Zuschauer
  • 4:0 (0:0)
Weiter geht's mit dem VfL an diesem Tag, zum zweiten Mal Bundesliga. Diesmal allerdings Frauen statt U17, immerhin aber mit dem kleinen, 2015 eröffneten Stadion - dessen eigentlichen Namen ich aus bekannten Gründen nicht schreibe und stattdessen die in einem spontanen Verfahren innerhalb der Reisegruppe auserkorene Variante wähle - als Spielort, in dem auch die VfL-Reserve in der Regionalliga Nord kickt. Schon hat der Besuch hier auch seine Berechtigung, wobei auch das per Aufkleber ausgetragene "El Plastico" auf den Mülleimern des Allerparks für einige Schmunzler sorgte. Ansonsten ist das hier eine schwere Kost, für die wir auch noch 6 € hinlegen, sage noch einer Hopper hätten keine masochistischen Neigungen... Frauenfußball ist einfach nicht mein Ding, ich kann selber gar nicht wirklich sagen, woran das liegt, es ist halt einfach so. Die Möglichkeit, das Kreuz in der RL Nord zu setzen, nahm man natürlich trotzdem mit. Mittlerweile ist der VfL ja auch im Frauenfußball ganz weit oben dabei, während die einstigen Platzhirsche aus Potsdam und Frankfurt abgerutscht sind. Verwundert aber auch nicht, schließlich haben die Teams, hinter denen ein Bundesligist der Männer steht, ganz andere finanzielle Möglichkeiten als die reinen Frauenvereine. Zumal die Budgets, die die "großen" Vereine aufwenden natürlich Lappalien im Vergleich zu den Männern sind, und trotzdem reicht es eben noch locker für den Rest. Der FC Lübars, der 2015 auf den Aufstieg in die Bundesliga verzichtete, nannte einen Etat von 500.000 bis 750.000 €, um mitzuspielen - der des VfL wird auf rund 3,5 Millionen beziffert. Zeigt halt, dass die Liga auch hier eine Zwei-Klassen-Gesellschaft wird, was auch die Tabelle zeigt, wo der VfL an der Spitze steht, gefolgt vom FC Bayern und der TSG Hoffenheim. 
Auch die Gäste sind ein gutes Beispiel dafür, denn erst seit 2014 kicken die unter dem Dach der Zebras, die die Spielrechte des insolventen Frauenfußballvereins FCR übernahm. Klar aber natürlich, dass auch der MSV nicht die finanziellen Möglichkeiten eines VfL Wolfsburg hat, sodass die Partie hier eine eindeutige Angelegenheit ist. Die Wolfsburgerinnen sind nicht umsonst Deutscher Meister und Pokalsieger, und auch wenn die Zebras das Remis bis zur Halbzeit retten können, machen die Gastgeberinnen im zweiten Abschnitt kurzen Prozess. Der Großteil der 1.588 Zuschauer*innen (das wollte ich schon immer mal schreiben!) ist dementsprechend glücklich, lediglich die 8 mitgereisten MSV-Fans gucken bedröppelt drein. Über die Stimmung bei diesem Fußball-Highlight reden wir am besten einfach gar nicht, weisen aber aus dramaturgischen Gründen auf mehrere Stimmungsherde hin. Dass man sich bei allen dieser Gruppen (Hooliwölfe!!!) fragt, was 300.000 Jahre Evolution alles ausrichten können, ist dabei nur Nebensache. Immerhin, die Befriedigung beim Setzen des Kreuzes nimmt mir keiner mehr, höhö. Wo ist eigentlich mein Informer?!


 

























14.12.2019: VfL Wolfsburg U17 - Chemnitzer FC U17

  • U17 Bundesliga Nord/Nordost (1.Liga Deutschland)
  • Porschestadion (Wolfsburg)
  • 100 Zuschauer
  • 3:0 (2:0)
  • Fotos: Fokus Fischerwiese
Was haben wir uns da wieder eingebrockt? Wobei, ehrlich gesagt hätte ich beim Hinweis auf den geplanten Ausflug in die Autostadt aufgrund des zweifelhaften Rahmenprogramms (später mehr...) nicht damit gerechnet, dass es tatsächlich zwei Bekloppte gibt (ein Dritter sagte sogar noch ab) die sich den Spaß antun wollen. Ob ich die Reise auch alleine angetreten hätte... gewisse Restzweifel bleiben hängen, hehe. Gemütlich also nach Wolfsburg gerollt und trotz aller Unkenrufe wacht an der Stadtgrenze keine von VW finanzierte Guerilla-Bande, die alle nicht zum Konzern gehörenden Fahrzeuge überfällt und man parkte überpünktlich und ohne Blessuren vorm Porschestadion. Auch so ein Beispiel übrigens, wie sich Vereine entwickeln können. Denn der eigentlich hier beheimatete 1.FC Wolfsburg gründete sich aus unzufriedenen Mitglieder des gerade selbst erst aus der Taufe gehobenen VfL. Gerade mal drei Monate nach der Gründung der Grün-Weißen folgten die Rot-Weißen, die im ersten Duell um einen Platz in der Bezirksklasse sogar noch mit 8:2 die Oberhand behielten. 1961 stand der 1.FC das letzte Mal vor den Wölfen, seitdem entwickeln sich die beiden Vereine in gegensätzliche Richtungen. Während der Weg für den VfL  bekannterweise sogar bis zur Meisterschaft führte, ging es für den einstigen Rivalen bis in die Kreisliga runter, auch wenn man sich mittlerweile zumindest wieder in der Bezirksliga zurückgekämpft hat. Und doch ist die Hackordnung wohl auf ewig zementiert, was allein die Tatsache wiederspiegelt, dass Rot-Weiß hier gar nicht mehr Herr im Haus ist, sondern der VfL mit seinem Nachwuchsleistungszentrum. 
Trotz aller Bedenken wird dort sogar auf dem Rasenplatz gespielt, der mit seinen sechs Stufen rundherum rund 6.000 Leuten Platz bietet und durchaus charmant ist. Zwar kein besonderes Teil, aber es gibt Schlimmeres. Ein Kleinkrieg mit einem Ordner aufgrund des Platzes auf der Laufbahn (Fokus Fischerwiese überall!) ließ die Seele schon wieder kochen, dummerweise bot sich auf dem Platz aber auch nichts, dass die Laune wieder hätte steigern können. Die Jungs von Torsten Wappler hielten zwar wie schon im Hinspiel gut mit, diesmal gelang es den Wölfen aber, die Abwehr zu überwinden. Auch hier prägt die eklatante Abschlussschwäche des CFC die Partie, die Jungs brauchen leider einfach zu viele Chancen für ein Tor. Die Gastgeber machen es besser und lassen sich auch nicht von einem Platzverweis schockieren, im Gegenteil: trotz Unterzahl sind die Wolfsburger die bessere Truppe, auch hier sind Parallelen zum Hinspiel erkennbar. Am Ende ist das 0:3 leider auch in der Höhe verdient - und trotzdem haben die Jungs eine starke Hinrunde gespielt und gehen mit drei Punkten Vorsprung in die Winterpause. Hoffen wir mal, dass sie vom Verletzungspech verschont bleiben und den Klassenerhalt wenn möglich vor dem letzten Spieltag schaffen. Avanti CFC!







Sonntag, 8. Dezember 2019

08.12.2019: SV Naundorf U19 - SpG. Süptitz/Schildau/Dommitzsch U19

  • U19 Kreisliga Muldental/Leipziger Land (5.Liga Deutschland)
  • Waldsportpark (Naundorf)
  • 21 Zuschauer
  • 2:1 (0:1)
Nachdem die verbleibende Lebenszeit tags zuvor mit der Mitgliederversammlung des himmelblauen Chaotenvereins und einem sinnlosen Ausflug nach Waldheim (12.30 Uhr Blick auf fussball.de: Spiel ist am 07.12., 14 Uhr - 14.07 Uhr Ankunft Waldheim, leerer Sportplatz, Blick auf fussball.de: Spiel ist am 15.02.2020, 14 Uhr) mal wieder reichlich dämlich verkürzt wurde, musste zumindest am Sonntag irgendwo der Ball rollen. Die Auswahl ist in Sachsen mittlerweile begrenzt, zumal im Verlauf des Tages auch noch die Redaktionsarbeit rief, was auch den zeitlichen Rahmen deutlich enger schnürte. So blieb also nur die Partie in Naundorf, die man mit leichter Verspätung anrollte. Das 800-Seelen-Nest gehört offiziell zu Zschepplin (haha, als ob das einer außerhalb eines Radius von 25 Kilometern vom Ortskern selbst kennen würde), liegt also offiziell in Nordsachsen, genau wie auch die hier als Spielgemeinschaft auftretenden Weltstädte Süptitz, Schildau und Dommitzsch. Da dort aber im Jugendbereich mittlerweile Ebbe herrscht, kicken beide im Muldental mit. Das auch gar nicht so schlecht, denn die Gastgeber sind Zweiter, die Gäste Siebter derr 12er-Staffel. Der Waldsportpark ist dann auch gar nicht mal so schlecht, aber bekanntlich reden wir uns das ja auch immer schön - und realistisch betrachtet ist die empfundene Begeisterung über die zwei Reihen mit neuen Sitzschalen dem "normalen" Menschen nur schwer zu vermitteln, hehe. Die kleine Fotorunde rief heute auch mal wieder die Neugier der Eingeborenen hervor, sodass man noch in den Genuss einer kleinen Laberrunde mit einem Betreuer des SVN kam. Ist auch immer mal ganz interessant, zumal der Kollege einmal im Jahr mit Kumpels selbst zum Fußball-Ausflug ruft. Zur Freude des Gesprächspartners drehten die Gastgeber die Partie in der zweiten Halbzeit, sodass die Nachwehen der gestrigen Mannschaftsfeier keinerlei sportliche Folgen hatte. Immerhin etwas Fußball am Wochenende gesehen, die Pflicht ruft. 



























Sonntag, 1. Dezember 2019

01.12.2019: FC Stollberg - FSV Motor Marienberg

  • Landesklasse (Staffel West) Sachsen (7.Liga Deutschland)
  • Glück-Auf-Sportpark (Stollberg/Erzgebirge)
  • 51 Zuschauer
  • 1:2 (0:2)
Bericht folgt...