Samstag, 14. Juli 2018

14.07.2018: SG Viktoria Nürnberg/Fürth U17 – ASV 1860 Neumarkt U17

  • U17 Testspiel
  • Sportplatz Berta-von-Suttner-Straße (Nürnberg)
  • 41 Zuschauer
  • 2:7 (0:3)

Einen Tag später ruft erneut Bayern nach uns, auch wenn die Leser aus der Nürnberger Ecke wahrscheinlich gerade vom Hocker fallen und die ein oder andere Schimpftirade loslassen. Franken ist nicht Bayern! Was dabei herauskommt, wenn man mich mit der Tagesplanung beauftragt, wird den mitgereisten Nasen um Basti, Lukas und Philipp sowie meiner Dame schnell klar – 11 Uhr, Testspiel, B-Jugend, Sportplatz mit einmal nichts bitte. Hehe, geht ja gut los der Tag, aber die Partie hier ist von Anfang an nur als Lückenfüller gedacht, dementsprechend gering sind die Anforderungen – als ob wir sonst welche hätten… Interessant natürlich die ungewöhnliche und in dieser Region wahrscheinlich Brechreiz verursachende Kombination der Gastgeber, deren Historie damit um einen weiteren, verwirrenden Punkt reicher ist. Keine Ahnung, wie viele Clubs hier am Ende wirklich drinstecken – die Grafik auf der Vereinsseite ist auf jeden Fall relativ ausufernd und damit dürfte der Verein auch einen ausgeprägteren Stammbaum haben als der durchschnittliche Erzgebirger. Auch „11 Freunde“ war die ungewöhnliche Kombi einen kleinen Artikel wert, auch wenn die beiden Städte schon seit 1948 Bestandteil des Vereinsnamens sind, als der ESV Nürnberg-West Fürth an den Start ging. 1998 fusionierten die wiederum mit dem FSV Gostenhof (Hallo Benny!) zur SG Nürnberg-Fürth und seit dem 03. April 2018 ist nun auch Viktoria Nürnberg Bestandteil des neuen Großvereins. Für den ebenfalls anwesenden Jenson natürlich ein mittelschwerer Alptraum, schließlich besitzt der Club nun diverse Plätze, die alle irgendwo im Mittelfranken-Informer, dem neuesten Steckenpferd des Exilanten, ihren Platz finden müssen. Immerhin wird so mal wieder ein wenig getratscht und gequatscht, hat man sich durch den Umzug Jens‘ in die Frankenmetropole nun auch schon paar Tage nicht mehr gesehen. Auf dem staubtrockenen Rasen kriegen die Gastgeber währenddessen ordentlich vor’s Fressbrett, was wiederum gut für unseren Toreschnitt des heutigen Tages ist. Die kleinen Dinge des Lebens, die gestörte Geister wie uns vor Freude jauchzen lassen. 


















Freitag, 13. Juli 2018

13.07.2018: FSV Naila - ZV Feilitzsch

  • Kreispokal Hof/Marktredwitz, Gruppe D (Kreispokal)
  • Städtisches Stadion (Naila)
  • 50 Zuschauer
  • 1:1 (0:1)

Während manche Amateurtruppen in anderen Teilen Deutschlands jetzt gerade erst zum alljährlichen Mallorca-Mannschafts-„Urlaub“ antreten, wird in Bayern traditionsgemäß schon die neue Saison angestoßen. Die ersten Runden im Kreispokal bilden dabei den Auftakt, da müssen wir natürlich dabei sein, auch wenn es erst am letzten, dafür aber spannenden (…) letzten Spieltag der Gruppenphase zum persönlichen Aufgalopp kommt. Mit Matze und der Dame geht es nach Naila, wo der FSV den ZV Feilitzsch begrüßt – was das ZV nun eigentlich bedeutet, hatten wir bereits in Ausgabe 1 des Haderlump erklärt, nämlich nichts anderes als „Zentralverein“ – und dabei dringend einen Sieg braucht, um sich für die nächste Runde zu qualifizieren. Denn während die Gastgeber aus den bisherigen zwei Partien vier Punkte gesammelt haben, reisen die Feilitzscher mit einer perfekten Bilanz und sechs Punkten an. Klingt äußerst spannend, juckt aber in Naila, dass über eine tolle Namenshecke am Ortseingang verfügt, keine Sau. Am Eingang quatscht uns einer der kurz vor dem 50. Rentenjubiläum stehenden Ordner unverständlich voll, generell sprechen die hier alle, zu 90% aus Männern jenseits der 65 stehenden Leute einen ganz komischen Dialekt. Ein kaltes Getränk bei erneut höchst teuflischen Temperaturen (mittlerweile weiß man ja: Jahrhundertsommer und so…) später platzieren wir uns auf einer fünf Stufen, deren größter Vorteil die Schatten spendende Lage unterhalb einiger Bäume ist, und harren der Dinge, die da kommen. Gut, viel passiert am Ende nicht, da die Gäste die ganze Kiste relativ schnell kontrollieren und die frühe Führung erzielen, aber zumindest zum Ende der Partie und dem späten Ausgleich wird es dann doch nochmal hektisch. Die Gäste retten das notwendige Unentschieden bis zum Abpfiff und haben damit auch die erste Hürde auf dem Weg nach Europa übersprungen – und wenn der ZVF dann 2021 zum ersten Mal international spielt, werden drei Nasen aus Chemnitz in der Geschäftsstelle stehen und sagen: „Wir waren beim ersten Schritt dabei.“